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Innovationskultur als Firmen-DNA

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Am Anfang der Firmengeschichte, im Jahre 1946, stand ein kleiner Handwerksbetrieb, der Schmierpressen fertigte. Heute, nach fast 75 Jahren am Standort Cham ZG, ist die ABNOX AG einer der weltweit führenden Systemanbieter für integrierte Prozesse in der Dosier-, Schmier- und Spanntechnik. Das inhabergeführte Familienunternehmen mit seinen rund 45 Mitarbeitenden orientiert sich an klaren Grundwerten: Qualität, Kundenverbundenheit, Innovation, Nachhaltigkeit, Flexibilität. «Zu unserem Selbstverständnis gehört, dass wir mit dem Erreichten nie ganz zufrieden sind», sagt Geschäftsführer Matthias Iseli, «denn nichts ist so gut, als dass wir es nicht noch ein bisschen besser machen könnten.» Das ist kein Lippenbekenntnis, sondern bei ABNOX AG gelebte Innovationskultur, wie ein Blick in die Vergangenheit eindrücklich zeigt.

Erfolg durch stete Erneuerung

Nebst Akquisitionen hat sich die Chamer Firma mehrmals neu erfunden und die Produktionslinien und Prozesse immer weiter automatisiert. Heute sind viele Arbeits-, Lager- und Prüfstationen über eine Cloudlösung miteinander verbunden. «Damit kann nicht nur ein Auftrag abgerufen werden, sondern alle, die noch erledigt werden müssen und die der Systembediener zuvor eingegeben hat. Der Mitarbeitende kann sich dann aussuchen, was er als Erstes macht und seine Ressourcen effizienter einsetzen», sagt Iseli. Zudem kann dank Industrie 4.0 mit der Digitalisierung der Montageprozesse nun genau gemessen werden, wie lange der Zusammenbau dauert, und die Abläufe können so weiter optimiert werden. Am Anfang befürchteten die Mitarbeitenden wegen der Umstellungen Stellenverluste. «Aber das war nie unser Ziel. Auch wollten wir nicht, dass die Mitarbeitenden mehrmachen müssen. Unser Ziel war es, Verschwendung abzubauen, und dass die Mitarbeitenden es einfacher und mehr Zeit für andere Arbeiten haben», so Iseli.

Die Produktepalette der ABNOX ist vielfältig und umfasst nebst den traditionellen Schmierpressen auch Dosiersysteme, Ventile, Pumpen oder Ölstandschaugläser. 70 Prozent der Produkte werden exportiert, viele in den EU-Raum. 2015 wurde in den USA eine Tochterfirma für den wichtigen Automobilmarkt in den USA und Mexiko gegründet. Auch nach China werden Produkte verkauft. Im indischen Markt versucht die Firma nun auch Fuss zu fassen.

Innovationsprojekte in hoher Taktfrequenz

Für die Geschäftsleitung der ABNOX AG ist es ein unantastbarer Grundsatz, dass konsequent auf den Produktionsstandort Schweiz gesetzt wird. Gerade deshalb setzt das Unternehmen auf Innovation als stän­digen Begleiter. So wird auch seit dem Einstieg der jüngeren Generation mit Matthias und Benjamin Iseli in hoher Taktfrequenz in Innovationsprojekte investiert. Beispielhaft dabei ist der Einbezug der Mitarbeitenden, deren Meinung bereits bei der Ideenfindung und -bewertung gefragt ist. Für die Belegschaft wirkt dies sehr motivierend und loyalitätsfördernd. Kein Wunder also, dass viele Mitarbeitende schon seit vielen Jahren mit dabei sind. Auch Lernende werden bei der ABNOX AG ausgebildet.

Regelmässiger Innovations-Check-up

Obwohl ABNOX ein beispielhaftes Innovationsverhalten an den Tag legt, ist selbst hier – wie bei jedem Unternehmen – noch weiteres Potenzial vorhanden. Aus diesem Grund steht die Firma seit Jahren in regel­mässigem Austausch mit Innovationscoaches von «zentralschweiz innovativ». In vielen Fällen hilft die Sicht einer «neutralen» aussenstehenden Person mit entspre­chendem Know-how, die unvoreingenommen zuhört, nachhakt, vermittelt und weiss, was in der Praxis zielführend und umsetzbar ist. Deshalb wurde im Spätherbst 2019 der Innovationscoach Claudio Marty von «zentralschweiz innovativ» für einen Innovations-Check-up bei ABNOX AG beigezogen. Mit diesem bewährten Instru­ment wird geprüft, wie es um die Innovationskraft im Unternehmen steht und wo noch Potenzial besteht. Die Geschäftsleitung nahm den Innovations-Check-up sehr ernst. Sie ermöglichte Claudio Marty Zugang zu Mitarbeitenden aus allen Berei­chen und Geschäftsfeldern, die er ausführlich befragen konnte. Zudem wurde bei allen Mitarbeitenden eine Onlinebefragung durchgeführt.

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Optimierungspotential aufzeigen, geeignete Massnahmen definieren

Die Resultate waren sehr erfreulich. Claudio Marty: «Die Auswertung zeigte, dass fast alle Bereiche vorbildlich arbeiten und aufgestellt sind. Lediglich in einzelnen Abteilungen stellten wir wegen einer geringfügigen Übersättigung mit Projekten und suboptimalen räumlichen Distanzen noch Optimierungspotential fest. Entsprechend wurden für die Abschlussbesprechung mit der Geschäftsleitung geeignete, strukturiert anwendbare Handlungsempfehlungen definiert.» Die Geschäftsleitung reagierte postwendend und leitete die vorgeschlagenen Massnahmen in die Wege. Die sehr gute Positionierung und Ausgangslage der Firma sowie die bereits getätigten Investitionen helfen der Firma dabei, die COVID-19-Krise gut zu überstehen. Hätte das Unternehmen seine Chancen und sein Potential in den vergangenen Jahren nicht konsequent genutzt, wäre es heute wohl in einer kritischen Lage. Auch wenn der aktuelle Bestellrückgang schmerzt, blickt die ABNOX AG trotz den momentanen Herausforderungen und Unsicherheiten zuversichtlich in die Zukunft. Priorität hat für die Firma – wie bereits in den vergangenen 75 Jahren – dass die Mitarbeitenden gehalten werden können und die Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens konstant verbessert werden. Ein bewährter Weg zu nachhaltigem Erfolg, wie die Geschichte der ABNOX AG eindrücklich aufzeigt!

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